Großer Preis des Mittelstandes: Tübingen ist „Kommune des Jahres“

Die Universitätsstadt Tübingen ist beim Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ mit dem Sonderpreis „Kommune des Jahres“ ausgezeichnet worden. Wirtschaftsförderer Thorsten Flink nahm die Trophäe am Samstag bei der Preisverleihung in Würzburg stellvertretend für die Stadt entgegen. Oberbürgermeister Boris Palmer bedankte sich mit einer Videobotschaft. „Diese Auszeichnung zeigt, dass wirtschaftliche Stärke und Klimaschutz keine Gegensätze sein müssen: Tübingen hat deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen und zugleich den CO₂-Ausstoß pro Kopf etwa halbiert. Entscheidend ist, dass eine Stadt Unternehmen unterstützt: mit Flächen, Infrastruktur und einer Verwaltung, die Lösungen möglich macht“, sagt OB Boris Palmer. „Unser Mittelstand schafft Arbeitsplätze, bildet junge Menschen aus und finanziert mit seinen Steuern einen erheblichen Teil unserer kommunalen Handlungsfähigkeit. Diesen Erfolg müssen wir fortsetzen – mit guten Bedingungen für Investitionen, Innovation und Wachstum.“
Für den Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ können sich Kommunen und Unternehmen nicht selbst bewerben, sondern müssen von Dritten nominiert werden. Tübingen wurde von der AVAT Automation GmbH vorgeschlagen. Das Tübinger Unternehmen war selbst vor zwei Jahren Preisträger. Die Laudatio auf die Universitätsstadt Tübingen bei der Preisverleihung hielt Achim Mey, Geschäftsführer von Mey Generalbau und Preisträger des Jahres 2025.
Grundlage der Bewerbung war die Entwicklung Tübingens als Wirtschaftsstandort und die Förderung mittelständischer Unternehmen. Die Stadt setzt dabei unter anderem auf die Beratung und Begleitung durch die städtische Wirtschaftsförderung, die Bereitstellung von Gewerbeflächen, die Förderung von Existenzgründungen sowie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Stadtverwaltung. Hinzu kommen Angebote zur Fachkräftesicherung und Ausbildung sowie zur Unterstützung von Unternehmen beim Klimaschutz.
Seit 2005 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Tübingen bis 2022 um rund 48 Prozent gestiegen, die Zahl der Auszubildenden um rund 57 Prozent. Die Gewerbesteuereinnahmen stiegen von 2005 bis 2024 um rund 185 Prozent und erreichten 2024 mit fast 65 Millionen Euro einen Höchststand. Gleichzeitig hat Tübingen seinen Kohlendioxidausstoß pro Kopf in den vergangenen 18 Jahren etwa halbiert.
Zu den Schwerpunkten der Wirtschaftsförderung gehören auch die Unterstützung von Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Künstliche Intelligenz sowie die Zusammenarbeit mit Technologiezentren und Gründungsinitiativen. Als Teil des „Cyber Valley“ und Standort der Künstliche-Intelligenz-Allianz Baden-Württemberg verbindet Tübingen Forschung und wirtschaftliche Anwendung. Für die kommenden Jahre will die Stadt unter anderem weitere Gewerbeflächen durch Innenverdichtung schaffen, die Verkehrs- und Breitbandinfrastruktur verbessern und mittelständische Unternehmen bei Klimaschutzmaßnahmen unterstützen.
Der „Große Preis des Mittelstandes“ (bis 2005: „Oskar für den Mittelstand“) ist ein seit 1995 jährlich stattfindender Wettbewerb für mittelständische Unternehmen. Der Preis wird von der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgelobt. Ausgezeichnet werden Unternehmen aus zwölf Wettbewerbsregionen, außerdem gibt es die Sonderpreise „Kommune des Jahres“ und „Bank des Jahres“. www.mittelstandspreis.com
(Pressemitteilung Universitätsstadt Tübingen)

Author: DJ VERWALTUNGSSTELLE

Ich schreibe für die Verwaltungsstelle Kilchberg und gebe die amtlichen Mitteilungen der Stadt Tübingen, der Verwaltung und des Landkreises frei. Nicht alles, was von mir als Autor erscheint, habe ich selbst verfasst. Deshalb erscheint der Name des für den Beitrag verantwortlichen Verfassers am Ende des Artikels. Eigene Texte enthalten am Schluss meinen Namen.